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Ottmar Neuburger.
Über mich

Neugierig seit dem ersten Lötkolben

Ich bin 1959 in Simbach am Inn geboren und habe mein Leben lang zwischen Naturwissenschaft und Literatur gependelt. Heute lebe ich im Berchtesgadener Land, führe Technologieunternehmen, arbeite an der Doichain und schreibe Kriminalromane, gemeinsam mit meiner Frau, der Bestsellerautorin Lisa Graf.

Was mich antreibt

Mit vier Jahren habe ich Pfirsichkerne in Blumentöpfe gesteckt und die Setzlinge für 50 Pfennig an die Nachbarin verkauft. In der vierten Klasse gab ich mit einem Schulfreund eine Schülerzeitung heraus. Sie wurde nach der ersten Ausgabe verboten, weil ich auf der Titelseite das Schulsystem kritisiert hatte. Danach bin ich in die Technik ausgewichen, mit einer Rakete aus Spraydosen, einem Bioreaktor für Blaualgen und einer Stromerzeugungsanlage unter dem Dach, die beinahe den Dachstuhl in Brand gesetzt hätte.

Aus dem Kind ist ein Erwachsener geworden, der immer noch dieselben Fragen stellt: Wie funktioniert das? Kann man es besser machen? Und woran erkennt man, ob etwas wirklich stimmt? Lob ist schön, aber es ist nicht mein Antrieb. Mich treibt Neugier und die Suche nach Respekt für eine Arbeit, die Bestand hat.

Umwege gehören dazu

Mein Weg war nie gerade. Nach der Hauptschule kam die Lehre als Fernsehtechniker, dann das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg, Physik und schließlich Literatur an der LMU. Um die junge Familie zu ernähren, schrieb ich Software und gründete ein Systemhaus, das bald mehr als 50 Menschen beschäftigte. In den Neunzigern folgten ein Internetprovider und die WEBanizer AG.

Dann platzte die Dotcom-Blase und riss Kunden und Firmen mit. Ich habe danach als Berater und Referent gearbeitet, unter anderem in der Erwachsenenbildung, und wieder angefangen zu schreiben. Diese Zeit hat mich gelehrt, dass ein Neuanfang keine Niederlage ist. Heute sind wir zurück im IT-Geschäft und arbeiten an Technik, die über den nächsten Hype hinaus trägt.

Stationen

Ein Leben in Etappen

  1. 1959

    Geboren in Simbach am Inn

    Sohn eines Bahnbeamten und einer Kauffrau, aufgewachsen in der Kleinstadt am Inn.

  2. 1976

    Lehre als Radio- und Fernsehtechniker

    Der erste Kontakt mit Elektronik, die man selbst repariert, versteht und verbessert.

  3. 1981

    Abitur auf dem zweiten Bildungsweg

    Am Bayernkolleg Augsburg, danach Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

  4. 1983

    Wechsel zur Literatur

    Studium der Neueren deutschen Literatur an der LMU, mit Robert Musil und Franz Kafka als Lieblingen. Später einige Semester Betriebs- und Volkswirtschaft in Passau.

  5. 1985

    Erste eigene Software

    Um das Studium zu finanzieren, schreibt er Software für die Verwaltungsorganisation. Ein Unternehmer kauft sie, der Beginn als IT-Unternehmer.

  6. 1988

    Systemhaus Neuburger oHG

    Gründung des eigenen Systemhauses. Zum Ende des Studiums beschäftigt es mehr als 50 Menschen.

  7. 1995

    Internet und E-Mail für die Industrie

    Vortrag vor Augsburger Industriellen mit der Prognose, dass in zehn Jahren kein Unternehmen mehr ohne E-Mail und Internet auskommt. Der Saal lacht. Es kam genau so.

  8. 1996

    Internetprovider Tronic Planet

    Gründung der Tronic Planet Datendienst GmbH mit eigener Provider-Infrastruktur.

  9. 1999

    Gründung der WEBanizer AG

    Internetlösungen für Konzerne wie Siemens, Bertelsmann und Wacker Chemie. In den von ihm geführten Unternehmen entstehen bis zu 100 Arbeitsplätze im Raum Simbach.

  10. 2002

    Neuanfang nach der Dotcom-Krise

    Das Platzen der Internetblase trifft Kunden und Firmen. Er arbeitet als Berater, Referent und in der Erwachsenenbildung und kehrt zum Schreiben zurück.

  11. 2012

    Bestseller „Hirschgulasch“

    Der erste gemeinsame Alpenkrimi mit Lisa Graf erscheint bei Emons, dazu der Reiseführer „111 Orte im Berchtesgadener Land“.

  12. 2013

    sendeffect

    Zurück im IT-Geschäft. Mit seinem Bruder baut er sendeffect auf, eine Plattform für sicheren und automatisierten E-Mail-Versand.

  13. 2018

    Deutscher E-Mail-Award und Doichain

    Gold in der Kategorie Newsletter für ein Projekt mit FOCUS Online. Im selben Jahr startet die Doichain, die er mit einem Freund aus Indien und seinem Bruder entwickelt hat. Sie erhält den Innovationspreis-IT „Best of 2018“ der Initiative Mittelstand.

  14. 2019

    Auf der Bühne

    Vortrag mit Live-Vorführung der Doichain beim eco Verband der Internetwirtschaft in Köln und Lesung aus „Kill Mr Bitcoin“ in der Microsoft-Zentrale München.

  15. 2024

    „Reden wir über Geld“

    Großes Interview in der Süddeutschen Zeitung über Bitcoin, Bücher und ein Leben zwischen Erfolg und Neubeginn.

  16. 2026

    Werkzeuge für beweisbare Echtheit

    Mit der DOI Labs AG und der WEBanizer AG gehen Dienste live, mit denen jeder Dokumente, Screenshots und Software-Releases fälschungssicher auf der Doichain verankert.

Persönlich

Ein paar Dinge, die man nicht erwartet

Wiesn-Techniker

Im Studium sorgte ich auf dem Oktoberfest im Schützenzelt für den reibungslosen Betrieb von 110 Schießanlagen.

Ein Möbel für Museen

Als Lehrling restaurierte ich eine „Kuba Komet“, ein zwei Meter langes Fernseh- und Musikmöbel. Heute stehen die wenigen erhaltenen Geräte in Museen von New York bis Tokio.

Ein Krimi auf der Bergtour

Die Idee zu „Hirschgulasch“ entstand bei einer Bergtour mit Lisa. Wir teilen die Szenen auf und überarbeiten sie gegenseitig, bis niemand mehr merkt, wer was geschrieben hat.

Draußen in den Bergen

Ich lebe in den Berchtesgadener Alpen und bin, so oft es geht, beim Skifahren und Wandern.

Geschichte verstehen

Weiterbildungen am Institut für Zeitgeschichte zur Führung am Obersalzberg und an der Internationalen Schule für Holocaust-Studien in Yad Vashem haben meinen Blick auf Verantwortung geprägt.

Bitcoin aus Indien

Das Whitepaper von Satoshi Nakamoto bekam ich von einem Freund, der es auf einer Yogareise in Indien entdeckt hatte. Seine Nachricht dazu lautete: unbedingt lesen.

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